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Analysen der Geometriemessung
Die folgenden Definitionen orientieren sich an den Möglichkeiten des TG Messsystems "RFP-5" der SEICHTER GmbH!
BeuleGewebefehler in der Seitenwand eines Reifens führen zu einer Schwächung der Seitenwand. Unter Druck bilden sich an diesen Fehlerstellen Erhebungen (Beulen) oder/und Vertiefungen (Einschnürungen) aus. Da Reifen mit zu großen Beulen oder Einschnürungen ein Sicherheitsrisiko darstellen, müssen diese Reifen erkannt und aussortiert werden. Aufgabe der Beulenanalyse ist es somit, die größte Beule einer definierten Spur zu ermitteln und diese mit vorgegebenen Grenzwerten zu vergleichen. Die beiden BeulentypenDie Standard-BeuleBei der Standard-Beule beträgt die Größe des Messfensters 8,0°. Dieser Wert ist fest eingestellt und kann vom Anwender nicht verändert werden. Die Parameter Schuh und Filter sind ausgeschaltet und stehen nicht zur Verfügung. Die variable BeuleBei der Variablen Beule kann der Anwender die Größe des Messfensters im Bereich 2° - 40° einstellen. Dadurch eignet sich diese Analyse besonders zur Messung von Beulen auf der Lauffläche des Reifens, den sogenannten Spots. Um eine Beulenmessung auf der Lauffläche zu ermöglichen, können bei Verwendung der Variablen Beule ein Schuh zur Überbrückung von Profillücken und ein Filter (gleitender Mittelwert) der eigentlichen Beulenanalyse vorangeschaltet werden. Für beide Parameter kann ein Bereich von 0° - 40° eingestellt werden. Die beiden MessmethodenDie statische Beule (ohne dynamische Absicherung)Die Beulenanalyse ermittelt die höchste Beule über einen zuvor definierten Reifenumlauf. Die maximale Beulenbreite wird durch die Breite des verwendeten (gleitenden) Messfensters bestimmt. Aus allen Messwerten des aufgespannten Fensters werden zunächst das Maximum und eine Basis ermittelt. Die Differenz dieser beiden Werte ergibt dann den Beulenwert für das aktuell aufgespannte Fenster. Der über den gesamten Reifenumlauf ermittelte höchste Beulenwert ist der Beulenwert dieser Spur. Die statische Beule mit dynamischer AbsicherungJe höher der Fülldruck des Reifens ist, desto ausgeprägter sind auch die
auftretenden Beulen und Einschnürungen. Die dynamische Messung macht sich die Abhängigkeit der Beulenhöhe bzw. Einschnürungstiefe vom Fülldruck zunutze. Tastet man nacheinander die Reifenoberfläche in derselben Spur mit zwei
unterschiedlichen Drücken (z.B 4 Bar und 2 Bar) ab, so stellt man fest, dass die Signalverläufe im großen und ganzen nur an den Stellen voneinander
abweichen, an denen ein Strukturfehler vorhanden ist. Somit filtern diese Analysen mit Hilfe einer Differenzbildung den durch den Strukturfehler verursachten
Anteil heraus. Schriftzeichen, Austriebe und sonstige Konturen verändern sich durch eine Druckänderung nicht und werden durch eine geeignete
Differenzbildung der beiden Signalverläufe eliminiert. EinschnürungStandard-EinschnürungEinschnürungen sind Vertiefungen in der Reifenoberfläche, speziell in der Seitenwand. Sie können beispielsweise dadurch hervorgerufen werden, dass bei der Verarbeitung der Lagen eine stärkere Überlappung entstanden ist. An dieser Stelle ist die Seitenwand verstärkt und setzt dem Reifendruck einen größeren Widerstand entgegen. Der Reifen kann sich hier nicht so stark ausdehnen. Es entsteht eine Einschnürung. Die Analyse für Einschnürungen berechnet in einem begrenzten Ausschnitt, dem Messfenster, die Einschnürungstiefe. Die Größe der aktiven Messfläche der kapazitiven Sensoren wird durch Korrektur-Faktoren im Messergebnis berücksichtigt. Das Messfenster für die Standard-Einschnürung beträgt 8,0°. Die in einem Umlauf ermittelte größte Einschnürung ist der Einschnürungswert dieser Spur. Variable EinschnürungDas Messfenster der variable Einschnürungsanalyse liegt im Bereich von 2° - 40°. Die in einem Umlauf ermittelte größte Einschnürung ist der Einschnürungswert dieser Spur. Filter und Schuh stehen im Bereich 0° bis 40° zur Verfügung. Der Schuh erlaubt die Unterdrückung von Profillücken. Dynamische EinschnürungDieses Verfahren untersucht das dynamische Verhalten von Einschnürungen bei zwei unterschiedlichen Luftdrücken des Reifens. Es ermittelt mit Hilfe
kapazitiver Sensoren nicht die tatsächliche Einschnürungstiefe sondern die Änderung
der Einschnürungstiefe, also die Messung der Einschnürungsdynamik. Empfohlen wird als erster Prüfdruck 1 bar als zweiter Prüfdruck 4 bar. Runout (Höhen- oder Seitenschlag)
Bitte beachten Sie auch unsere Powerpoint Präsentation über die richtige Verwendung von Filtern und "Schuh I", "Schuh II"
Der Runout ist die Differenz des größten und kleinsten Abstands eines Umlaufs zwischen Sensor und Seitenwand (Seitenschlag, lateraler Runout) oder Sensor und Lauffläche (Höhenschlag, radialer Runout). Durch Filterung über einen vorwählbaren Winkelbereich (max. 40°) werden kurzwellige Unebenheiten, wie Beulen und Einschnürungen (an den Seitenwänden) oder Profilblöcke und
Lücken zwischen den Profilblöcken (auf der Lauffläche) unterdrückt. TaumelnDas Taumeln verrechnet die Verläufe des Runout zweier Spuren miteinander. Prinzipiell sind jeweils zwei beliebige Messspuren für die Analyse des Taumelns kombinierbar. Jedoch sinnvoll ist es, zwei einander am Reifen gegenüberliegende Spuren an der Reifenseitenwand zur Berechnung zu verwenden. Dann kann man sich das Taumeln vorstellen als die Bewegung der gedachten Reifenmitte zwischen den Reifenseitenflanken bei der Reifendrehung. Filter und Schuhe sind beim Taumeln ebenfalls einsetzbar. Harmonische AnalysenMit dieser Analyse werden Betrag und Phasenwinkel der ersten 16 Harmonischen (0. -15.) berechnet. Diese Analyse baut auf dem FFT-Algorithmus auf. RadiusDie Radiusmessung erfasst den Krümmungsradius der Lauffläche. Gemessen werden je Messpunkt die Abstandswerte von 3 Sensoren, die in der Mitte und auf den beiden äußeren Flanken der Lauffläche positioniert sind. Durch die genaue Kenntnis der Positionen der Sensoren zueinander kann über eine geometrische Berechnung auf den Krümmungsradius zurückgeschlossen werden. UmfangDie Messung des Reifenumfangs erfolgt auf der Lauffläche. Für den Umfang kann ein Sollwert vorgegeben werden. Dieser wird auf Über- oder Unterschreiten geprüft. Voraussetzung für die Umfangsmessung ist eine exakte Ausrichtung des RFP-5 Positionier-Systems. Messgenauigkeit Geometriemessung
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